Die Stadtwerke Rüsselsheim versorgen Menschen in der Stadt und der Region günstig und umweltfreundlich mit Gas und Strom und bieten zahlreiche Energiedienstleistungen an. In Rüsselsheim sorgen die Stadtwerke außerdem per Glasfaser für das schnellste Internet in High-Speed-Geschwindigkeit ohne Limits und stellen den ÖPNV sicher.

Rüsselsheim: Die vierte Station der Sommerbereisung der CDU Rüsselsheim waren die Stadtwerke Rüsselsheim. Schwerpunkte des Austausches mit Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer waren die kommunale Daseinsvorsorge, die Stadtwerke als Partner für Ökologie und Ökonomie sowie Zukunftsaussichten für die Stadtwerke

Im Jahr 2001 wurden die Stadtwerke durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom Eigenbetrieb zur GmbH, die zu 100 Prozent der Stadt Rüsselsheim am Main gehört. Sie sind heute die leitende Holding eines kommunalen Konzernverbundes, zu der die Tochtergesellschaften, Energieversorgung Rüsselsheim, Wasserversorgung Rüsselsheim, Energieservice Rhein-Main, Kommunalservice Rüsselsheim sowie die Glasfaser SWR gehören. Mit ca. 190 Mitarbeitern wird eine Jahresleistung von rund 53,5 Millionen Euro erarbeitet.

Aktuell stehen die Stadtwerke vor vielen Herausforderungen, die es in den nächsten Jahren zu meistern gilt. Hierzu zählen der Fachkräftemangel bei Ingenieuren und Elektrikern, die Erhaltung des bestehenden Netzes, die Erschließung von Neubaugebieten wie und der Wettbewerb mit den großen Anbietern der Branche. Die Reduzierung von fossilen Brennstoffen wie Gas im Zuge der Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele und damit verbundener Energieeinsparungen führen letztendlich zu einem geringeren Verkauf von Gas, der finanziell im Unternehmen kompensiert werden muss.

Aktuell bedienen die Stadtwerke den ÖPNV auf einer Fahrstrecke von 1 Millionen km pro Jahr mit 25 Bussen und 50 Fahrern. Der Zuschussbedarf durch die Stadt Rüsselsheim konnte in den letzten 10 Jahren von 3,2 auf 2,3 Mio. Euro gesenkt werden. Eine Kapazitätssteigerung, um die Taktung der Busse zu erhöhen, bzw. andere Strecken zu erschließen ist ohne Mehrkosten und einer damit verbundenen Erhöhung des städtischen Zuschusses nicht möglich. Hier ist am Ende die Politik gefragt und muss entscheiden, welchen Schwerpunkt man im Rahmen der finanziell nicht vorhandenen Spielräume legen will.

Letztendlich sind auch die Stadtwerke von der seit Jahren verzögerten Entscheidung zur Standortfrage der Betriebshöfe betroffen und in Fragen zu Investitionen in den Standort gelähmt. Grundsätzlich ist zu entscheiden, ob die Stadtwerke für den Fall des Umzugs der Betriebshöfe als letztes gewerbliches Unternehmen am Standort bleiben, oder ebenfalls an den Stadtrand umsiedeln. Dies würde die Möglichkeit eröffnen, innerstädtisch auf einer großen, zusammenhängenden Fläche, neuen Wohnraum zu schaffen.

Für die CDU-Fraktion sind die Stadtwerke ein verlässlicher Partner der Bürger, die es verdienen unsere volle Aufmerksamkeit zu erhalten. Städtische Gesellschaften dürfen nie zum Spielball politischer Taktik werden und haben ein Anrecht auf klare Entscheidungen. Am Beispiel der Verzögerung bei der Standortfrage der Betriebshöfe zeigt sich, wie ein Zahnrad in das andere greift und man Investitionen in die Zukunft damit ausbremst.

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