Artikel übernommen aus der Main Spitze vom 26. Januar 2012
Von Nina Henrich
„Die CDU steht voll hinter dem Projekt des Schulkinderhauses ‚Kinder im Zentrum‘ in Bauschheim.“ Das betonte CDU-Vorsitzender Thorsten Weber bei einer Ortsbegehung an der Otto-Hahn-Schule am Mittwoch. „Es ist auch in unserem Interesse, dass das Ganze jetzt schnell umgesetzt wird, das scheint in der Öffentlichkeit nicht immer ganz klar gewesen zu sein“, so Weber weiter. Ein Antrag der CDU, statt dem von der Planungsgruppe empfohlenen einstöckigen Neubau neben dem Eingang der Schule einen kostengünstigeren zweistöckigen Anbau an das Schulgebäude zu erwägen, hatte in den vergangenen Wochen für massive Kritik gesorgt.
„Unser Anliegen war einzig zu überprüfen, wie man die Kosten reduzieren kann und das haben wir mit unserem Antrag ins Gespräch gebracht“, so Weber. Das bedeute nicht, dass die CDU die Arbeit der Eltern und Lehrer, die das Konzept erarbeitet hatten, nicht schätze. „Es wäre allerdings sinnvoll gewesen, von der Arbeit in der Planungsgruppe mal einen Zwischenbericht zu geben“, kritisierte Bauschheims Ortsvorsteher Werner Stahl. Auch von dem Flächenverbrauch, den der Neubau fordere, sei die CDU überrascht gewesen. Damit verbaue man alle anderen Entwicklungsmöglichkeiten an diesem Ort, sagte Stahl.
"Die veranschlagten 2,25 Millionen sind einfach zu viel"
Nach der wochenlangen, teils heftig geführten Diskussion geht es jetzt allerdings nur noch darum, wie bei dem in der Vorlage des Magistrats favorisierten Neubau möglichst viele Kosten eingespart werden können „Die veranschlagten 2,25 Millionen sind einfach zu viel, und da kommt ja erfahrungsgemäß auch noch einiges dazu“, sagte Weber. „Wenn wir nur 200.000 bis 300.000 Euro sparen können, ist das schon viel.“ Kosteneinsparungen könnten sowohl bei dem geplanten teuren Flachdach, etwa bei Ersatz durch ein Satteldach, als auch beim Mauerwerk erreicht werden, so Stahl. Darüber habe man auch mit SPD und Grünen sowie mit Baudezernent Folkmar Schirmer bereits Gespräche geführt.
In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Vorabend hatten die Abgeordneten der CDU-Fraktion außerdem gefordert, bis zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag eine Art Zeitstrang mit den weiteren Planungs- und Bauphasen sowie eine Darstellung der Folgekosten für den Haushalt vorzulegen.
Wo und wie genau beim Bau des Schulkinderhauses Kosten eingespart werden könnten, könne bis zur Sitzung der Stadtverordneten nicht abschließend geklärt werden. „Wenn wir es aber schaffen, eine Formulierung für einen Änderungsantrag zu finden, sodass in der nächsten Planungsphase alle Möglichkeiten der Kostenreduzierung geprüft werden, sind wir bereit, diesen Beschluss mitzutragen“, sagte Weber.
Schlagworte: Werner Stahl, Schulkinderhaus, Yvonne Rentrop, Horst Trapp, Thorsten Weber