Begehrlichkeiten zur Nutzung, gewünschte bauliche Veränderungen für das Stadion am Sommerdamm sowie damit verbundener Sorgen von Anwohnern, haben die CDU-Fraktion dazu veranlasst, sich bei ihrer Sommerbereisung vor Ort zu informieren und mit den Fachleuten auszutauschen.

Rüsselsheim: Gemeinsam mit Oberbürgermeister Udo Bausch, Anette Tettenborn vom Fachbereich Sport sowie Jens Will und Stefan Schäfer vom Städteservice als Verantwortliche für die Grünpflege, haben die Besucher der CDU das Stadion am Sommerdamm inspiziert. Die Ausstattung mit einer modernen Flutlichtanlage wurde von allen Seiten begrüßt. Kosten von rund 500.000 Euro, die dafür anfallen, müssen allerdings letztendlich im Haushalt der Stadt darstellbar sein. Der Trainingsbetrieb auf dem Naturrasen kann in Abhängigkeit von der Witterung von Ende März bis Oktober stattfinden. In diesem Zeitraum würde eine Flutlichtanlage auch Trainingszeiten in den Abendstunden ermöglichen. In den Wintermonaten ist die Schonzeit des Rasens und eine Nutzung unabhängig von dieser Veränderung nicht möglich. Die Möglichkeit, dass der FC Türk und Dersim würde bestehen, ob damit tatsächlich eine Lärmentlastung oder nur eine Verschiebung des Problems hin zu anderen Anwohnern verbunden ist, muss letztendlich politisch entschieden werden. Das Training und die Spiele können jedoch nicht zu 100% für beide Vereine abgebildet werden, da das Stadion im Grunde schon jetzt ausgelastet ist.

Ein grundsätzliches Thema ist die Ertüchtigung der Gebäude. Die Einrichtungen sind funktional und vom Umfang ausreichend. Eine Sanierung und Aufarbeitung der Umkleiden und Sanitärräume wurde von Besuchern wie den Vertretern der Verwaltung allerdings dringend empfohlen. Die Tribüne wurde in diesem Jahr betonsaniert und es gibt Überlegungen die Sitzschalen auszutauschen, da diese nicht mehr hergestellt werden und bei Bedarf teure Einzelanfertigungen erworben werden müssen.

Der in der Juli Sitzung von einigen Fraktionen beantragte Austausch des Natur- in Kunstrasen als Trainingsplatz für Hockey wurde sowohl von Frau Tettenborn als auch von Oberbürgermeister Bausch als nicht praktikabel abgelehnt. Würde im Stadion ein Kunstrasen-Hockeyplatz gebaut, ist dieser für keine andere Sportart mehr nutzbar. Kunstrasen für Hockeyplätze sind vom Material, der Pflege, der Optik sowie der Bespielbarkeit für Fußball und andere Sportarten nicht geeignet. Dies würde bedeuten, dass Leichtathletik nicht mehr stattfinden könnte, und somit kein Schulsport mehr möglich wäre und die LG Rüsselsheim keine Trainingsstätte mehr hätte. Überregionale Fußballspiele und Trainingslager könnten dann ebenfalls nicht mehr stattfinden, da der DFB Naturrasen vorschreibt. Rüsselsheim wäre dann auch nicht mehr als Trainingsstandort für die Europameisterschaft 2021 möglich. Football könnte ebenfalls nicht mehr stattfinden, wovon die Crusaders direkt betroffen wären.

Der ebenfalls beantragten Prüfung einer kulturellen Nutzung z.B. für Konzerte, wurde durch den Fachbereich Sport und den Oberbürgermeister ebenfalls eine deutliche Absage erteilt. Das Stadion wird täglich von 8.00 bis 15.00 Uhr von Schulen genutzt. Nachmittags und abends trainieren der FC Türk sowie die LG Rüsselsheim Leichtathletik. An den Wochenenden ist das Stadion durch Wettkämpfe für Fußball, Football, Sonderturniere und Leichtathletikmeisterschaften belegt. Für weitere über den Sport hinausgehende Nutzungen ist schlicht und einfach keine Kapazität vorhanden.

Die Besuchergruppe der CDU zeigte sich beeindruckt vom hervorragenden Management von Frau Tettenborn rund um das Stadion und die ehrenamtliche Nutzung durch die Vereine sowie die moderne und effiziente Pflege der Anlage durch den Städteservice Rüsselsheim Raunheim. Gespräche mit den Verantwortlichen und Besuche vor Ort ermöglichen Eindrücke, die für politische Entscheidungen letztendlich unerlässlich sind.

« Motor präventiver Strukturpolitik für Rüsselsheim Polizei Rüsselsheim - Für die Sicherheit der Bürger im Einsatz »